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Das Omegawave System

By Daniel Müllner | In News | on Oktober 16, 2014

Mit Omegawave zu besseren Trainingsergebnissen?

Der konventionelle Trainingsansatz.

Genetik + Athlet + Trainingsprozess = Resultate

Zunächst werden die Wettkampfergebnisse einer Analyse unterzogen. Danach folgen Eckdaten wie Kraft oder VO2 Max. Wenn sich ein Entwicklungspotential zeigt, gilt es dieses zu verbessern. Das Problem dabei ist, dass die Entwicklung eines Athleten nicht linear abläuft und Periodisierungsmodelle nicht so einfach funktionieren, wie sie sich auf dem Papier darstellen. Es gibt also kein Standardrezept, das für jeden gleich gut funktioniert. Der Trainingsprozess muss demnach individuell gestaltet werden.

Der Omegawave Ansatz.

Athlet + Trainingsprozess  = Ergebnisse

Hier findet eine permanente Feedbackschleife zwischen den drei Variablen statt. Der Athlet steht im Zentrum. Es könnte beispielsweise sein, dass ein Mesozyklus über sieben Tage für Athleten A sehr gut funktioniert. Für Athletin B wirkt wiederum ein Zyklus über zehn Tage besser.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Ein Basketballspieler spielt gut am Feld, schneidet aber bei den Krafttests schlecht ab. Der klassische Ansatz eines Konditionstrainers wäre es, an der Entwicklung der Kraft- und Leistungsentwicklung zu arbeiten. Aber durch die Trainingsreize wird das zentrale Nervensystem (ZNS) zu stark gefordert und die Leistungen am Spielfeld werden schlechter.

Bei einem gut trainierten Sportler setzt die Regeneration 15 Minuten nach dem Trainingsreiz ein.

Athleten deren Parasympathikus aktiver beziehungsweise besser entwickelt ist schneiden statistisch gesehen bei Wettkämpfen besser ab, als solche, bei denen der Sympathikus eine dominantere Stellung einnimmt. Diese Erkenntnis lässt sich durch die Messungen mit dem Omegawave System nachvollziehen.

Meine Erfahrungen mit dem Omegawave System.
Derzeit verwende ich zur Überwachung meines eigenen Training das einfache Omegawave Sport System. Die Messung erfolgt über einen Sensor, der auf einem Brustgurt montiert ist und die Signale per Bluetooth an die App am Mobiltelefon sendet. Die Messung dauert zwischen drei und vier Minuten. Die Auswertung erfolgt anschließend. Via Internet werden die Messwerte an die „Wolke“ (Cloud) übermittelt und nach kurzer Zeit stehen die Testergebnisse zur Verfügung.

Im ersten Fenster der App wird die „Cardiac Readiness“ ausgewertet. Auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 der schlechteste Wert und 10 der höchste ist, wird die Trainingsbereitschaft angezeigt. Sechs bedeutet beispielsweise, dass das „Cardiac System“ für Aktivitäten mit moderater Intensität und moderatem Volumen bereit ist.

Readiness History

Omegawave

 Im zweiten Fenster werden die folgenden Parameter angezeigt:

Readiness History: Zeigt die letzten 10 Messungen der „Cardiac Readiness“ in einer Übersichtsgrafik.
Resting Heart Rate: Zeigt die Entwicklung der Ruheherzfrequenz über die letzten 10 Messungen.
Stress: Dieser Wert zeigt die Auswirkungen von physischen und psychischen Belastungen. Auf einer Skala von eins bis sieben wird der aktuelle Stresslevel angezeigt. Eins stellt dabei den besten Wert dar.
Recovery Patterns: Hier zeigt sich der Effekt des Parasympathikus auf das „cardiac system“. Hier läuft die Skala von 0,00 bis 0,70. Der Optimale Bereich liegt dabei zwischen 0,20 und 0,40. Dieser Bereich ist notwendig, um den Regenerationsprozess überwachen zu können.
Adaptation Reserves: Ist eine Maßzahl, die zeigt die Fähigkeit des „cardiac systems“ auf physische Reize zu reagieren. Hier erstreckt sich die Skala von eins bis sieben. Zwischen eins und drei ist der rote Bereich. Zwischen drei und fünf liegt die gelbe Zone und zwischen fünf und sieben ist der grüne Bereich. Umso höher der Wert, umso höher ist die Leistungsfähigkeit im Training bzw im Wettkampf und umso besser läuft der Regenerationsprozess.

Adaptation Reserve

Omegawave

Im dritten Fenster werden die einzelnen Pulsbereiche abgestimmt auf die Tagesverfassung angezeigt. Es werden unterschiedliche Bereiche unterschieden:

1. Recovery Recuperation = Energierückgewinnung, Basiserholung
2. Recovery Stimulation = Erholungsförderung
3. Aerobic Maintenance = Aerobe Leistungsfähigkeit halten
4. Aerobic Development = Aerobe Leistungsfähigkeit entwickeln
5. Anaerobic Maintenance = Anaerobe Leistung erhalten
6. Anaerobic Development = Anaerobe Leistung entwickeln

Der Nachteil ist, dass bei all diesen Messungen das Zentralnervensystem nicht erfasst ist. Es kann also durchaus sein, dass Herz-Kreislaufsystem den Wert 8 erreicht, das ZNS aber noch erschöpft ist. Das zeigte sich bei mir bei einer herabgesetzten Sprungleistung beim plyometrischen Training.

Vor diesem Hintergrund hat die Firma Omegawave am 08.10.2014 ihr neues Konzept bei einem Kurzvortrag in Österreich vorgestellt.

Neu: Omegawave Individual
Diesem Problem wurde bei dem aktuellen Omegawave Individual offensichtlich Rechnung getragen. Der ECG-Sensor bleibt der Selbe. Vermutlich wurden die Algorithmen im Hintergrund adaptiert, da der Athlet jetzt eine Empfehlung bekommt, welches Training an dem aktuellen Tag sinnvoll ist. Unterschieden wird zwischen den vier Trainingsbereiche Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit bzw Explosivität und sportartspezifische Fertigkeiten (Skills).

Neu: Omegawave Fitness Clubs
Hier bekommt der Athlet zwei Sensoren. Einen ECG-Sensor zur Abtastung der Herzaktivität und einen Sensor zur Messung des ZNS-Systems. Die Messergebnisse werden in der „Cloud“ gespeichert, wo sie der Trainer abrufen kann, um das Training planen zu können. Auch hier werden die vier Trainingsbereiche Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit bzw Explosivität und sportartspezifische Fertigkeiten (Skills) unterschieden.

Fazit
Der Trainingsprozess wird somit zu einem hohen Grad individualisiert. Der Trainer muss allerdings umdenken, da es nicht mehr möglich ist ein Krafttraining für Montag zu entwerfen und eine Ausdauereinheit für Mittwoch. Es könnte nämlich sein, dass am Montag die Athletin für ein Ausdauertraining besser geeignet ist. Und wenn die Erholung nicht passt, dann ist es durchaus denkbar, dass von Dienstag bis Freitag überhaupt kein Training stattfindet. Dieser Logik folgend, machen dann Gruppenstunden wenig Sinn, sofern diese nicht individuell angepasst werden. Es müssten dann alle Sportler die ein Ausdauertraining brauchen um 17:00 Uhr zum Training erscheinen und all jene, bei denen ein Krafttraining angebracht ist kommen dann um 18:00 zum Training.

Preise – ein erster Überblick
Der große Nachteil ist allerdings der Preis dieses Systems. Die Jahreslizenzgebühr beträgt für einen Trainer ca. 1.900 EUR. Die Jahresgebühr für die Athleten 200 EUR.

 

Individuell – Professionell – Kraftvoll

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